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SIP-Server

SAM bietet einen integrierten B2BUA-Server. Darüber können interne Nebenstellen für Ansagen, Auto Attendant, Warteschlangen und Rückrufe angelegt werden. Dadurch werden in der Telefonanlage selbst keine zusätzlichen Teilnehmer benötigt und es werden keine weiteren Lizenzen verbraucht.

Intern angelegte Teilnehmer benötigen keine Voice-Channel-Lizenz. Pro Teilnehmer können mehrere gleichzeitig belegbare Kanäle zugeordnet werden.

Um dieses Feature nutzen zu können, muss zwingend ein SIP Trunk zur TK-Anlage eingerichtet werden.


SIP-Server einrichten

Zum Einrichten des SIP-Servers muss unter Infrastruktur → SIP → SIP Server lediglich:

  1. die Option „Server aktiviert" aktiviert und
  2. die „Lokale Adresse" eingetragen werden.

Warning

Bleibt die Adresse auf 0.0.0.0, werden fehlerhafte SIP-Transactions an den PBX-Partner gesendet, wodurch Anrufe nach extern nicht zugestellt werden können.

Der „Lokaler Port" sollte standardmäßig auf 5060 belassen werden. Wird ein anderer Port verwendet, muss die Docker-Port-Konfiguration entsprechend angepasst werden.

Warning

Bei der Vergabe von Ports sollte die vordefinierte Port-Tabelle beachtet werden.

Debug-Logging

Wenn „Debug-Logging" aktiviert ist, werden im internen Docker-Container-Log alle SIP-Transaktionen und Aktionen des Servers protokolliert. Details dazu siehe: Docker logs


Einstellungen

Watchdog aktivieren (KEEPALIVE)

Mit „Watchdog aktivieren (KEEPALIVE)" kann der Status der Verbindung überwacht und z. B. in ein Monitoring eingebunden werden. Voraussetzung ist, dass der Partnerknoten SIP OPTIONS unterstützt.

  • Watchdog Intervall (ms) Intervall für Keepalive-Requests.

  • Zuweisung B-Kanäle Legt fest, wie viele RTP-Kanäle insgesamt genutzt werden sollen. Die maximal zuweisbaren B-Kanäle sind lizenzabhängig.

Interne Kennzahl

Mit der „Internen Kennzahl" können am B2BUA-Server registrierte Nebenstellen direkt von anderen internen Teilnehmern angerufen werden.

  • Ein am B2BUA registrierter Client wählt die Kennzahl gefolgt von der Nebenstellennummer. Beispiel: Kennzahl **, Nebenstelle 100 → der Client wählt **100.

  • Ist kein Ziel unter der gewählten Nebenstellennummer registriert, wird der Ruf mit „404 Not Found" abgelehnt.

  • Ist die Kennzahl nicht konfiguriert (leer), werden alle gewählten Nummern direkt über den SIP-Trunk geroutet.

Info

Alle Nummern, die nicht mit der Internen Kennzahl beginnen, werden automatisch über den konfigurierten SIP-Trunk nach extern geroutet.


SIP Trunk

Unter „SIP Trunk" wird die Verbindung zur TK-Anlage konfiguriert. Es wird genau ein Trunk unterstützt. Alle ausgehenden Rufe, die nicht intern geroutet werden, gehen über diesen Trunk.

Der Trunk besitzt folgende Einstellungen:

  • „Aktiv" Aktiviert bzw. deaktiviert den Trunk. Ist der Trunk inaktiv, werden ausgehende externe Rufe mit „503 Service Unavailable" abgelehnt.

  • „Trunk Address (IP / Host)" IP-Adresse oder Hostname des Partnerknotens (PBX).

  • „Trunk Port" Port des Partnerknotens (Standard: 5060).

  • „Incoming Prefix" Falls der Partner einen festen Prefix mitsendet, muss dieser hier eingetragen werden, damit er automatisch entfernt wird. Beispiel: Die Anlage sendet 33-1000 → dann muss 33 als Prefix eingetragen werden.

  • „Outgoing Prefix" Benötigt der Partnerknoten einen Prefix zur Rufnummernzuordnung, muss dieser hier hinterlegt werden.